Linearantrieb
Concordia Linear - Der Linearantrieb von Philipp Hörz
Der
Linearantrieb ist eine alternative Technik zum Läuten der Glocken. Abweichend
zu konventionellen Drehstrommotoren, bei denen die Kraft mittels Kette/Riemen
und Läuterad auf das Glockenjoch übertragen wird, erfolgt die Kraftübertragung
bei der Lineartechnik ohne direkte Verbindung zwischen den kraftübertragenden
Elementen. Die Glocke schwingt frei und wird weich und ruckfrei zum Läuten
gebracht, ebenso beim Bremsvorgang.
Concordia Linear bietet sich an, wenn der Antrieb ohne Riemen oder Kette
auf Grund der Geräuschentwicklung gewünscht wird oder es die Platzgegebenheiten
im Glockenturm erfordern.
Zur Technik: Bei dem kontaktlosen Antrieb wird vom Linearmotor ein magnetisches
Wanderfeld erzeugt, das ein Magnetfeld in der Reaktionsschiene induziert.
Diese zwischen dem Primärteil (Linearmotor) und dem Sekundarteil (Reaktionsschiene)
gegeneinander wirkende magnetische Kraft bringt die Glocke zum Schwingen.
Elektronisch funktioniert die Lineartechnik mit der gleichen Steuerung wie
bei den herkömmlichen Läutemaschinen. An der Achse wird ein sogenannter
Inkrementalgeber angebracht, der die Winkellage des Joches und damit der
Glocke feststellt und die Daten an die Steuerplatine im Schaltschrank überträgt.
Über das an die Platine angeschlossene Hörz-Eingabegerät kann dann die Glocke
optimal intoniert werden. Concordia Linear kann sowohl mit 230V (Wechselstrom)
als auch mit 400V (Drehstrom) betrieben werden.
Der "wie von unsichtbarer Hand" bewegte Antrieb der Glocken ist vielerorts
auf Grund des weichen, ruckfreien und schonenden Läutens eine gern gesehene
Alternative.
Diese Technik wird ständig im Hause Hörz am eigenen Testglockenstuhl und
den Erfahrungen in Kirchen und Kapellen weiterentwickelt.
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