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TURMUHREN MIT WELTRUF
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Pressestimmen

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Sanierung der Zifferblätter und

Zeigerpaare

 

Katholische Kirche St. Jakob, Friedberg

Am 12. November 2014 haben wir die sanierten Zifferblätter und Zeigerpaare am Kirchturm montiert. Über folgenden Link können Sie den Bericht in der Augsburger Allgemeinen Zeitung lesen: 

http://www.augsburger-allgemeine.de/friedberg/Frischkur-fuer-die-Turmuhr-id31984102.html

Mit freundlicher Unterstützung der Augsburger Allgemeinen Zeitung.

 





Glocken ade, scheiden tut weh

Ausbau der Glocken vom St. Andreas Turm, Landstuhl

Ein Bericht im Westpfalzjournal vom 26.7.2012,

mit freundlicher Unterstützung von Hans-Josef Wagner

Das Gerüst am St. Andreas Turm stand, am Glockenturm war bereits altes Gebälk entfernt worden, damit die Glocken überhaupt nach draußen auf eine Rampe aus Schienen gehoben werden konnten, Kran und Lkw standen bereit sowie rund 50 Zuschauer, meist älteren Semesters. Diese beobachteten mit Spannung, wie die Glocken am Haken eines Kranes langsam aber sicher auf den in der Kirchenstraße stehenden Lkw herunter gehoben wurden. Allerdings hatten die Arbeiter der Spezialfirma Hörz aus Roggenburg-Biberach bei Ulm oben im Turm bereits Schwerstarbeit geleistet:

Die Glocken wurden an einen Flaschenzug gehängt, Richtung Öffnung gezogen und mussten dann dort nach draußen auf Rollschienen in U-Trägern gedrückt werden.

Beim Herablassen der Hauptglocke musste dieser immer wieder ein Stück hoch gezogen werden, um eine Korrektur für das Abseilen vornehmen zu können. Nicht auszudenken was passiert wäre, wenn die drei Tonnen schwere Glocke in der engen Bebauung der Kirchenstraße ins Schwingen geraten wäre.

Aber alles ging gut und auch die Hauptglocke hing sicher direkt über der Ladefläche des Lkw’s. Hier ließ es sich Pfarrer Matthias Kühn nicht nehmen, die Glocke ein letztes Mal zu läuten:

Mit einem Stück Holz schlug er schon fast wehmütig die letzten Glockenschläge und auch so manche der Zuschauer, die mit dieser Glocke groß geworden waren, waren sichtlich gerührt.

Die Vorgängerin der inzwischen 91 Jahre alten Glocke fiel dem 1. Weltkrieg zum Opfer: sie wurde für Rüstungszwecke eingeschmolzen…

Diese Glocke erwartet ein schöneres Schicksal:

sie geht wie zwei andere Glocken auch in Privatbesitz über. Die zweitkleinste Glocke, die Angulus-Glocke, die für den morgendlichen Weckdienst der Landstuhler verantwortlich war, bekommt der Förderverein des Glockenturms St. Andreas. „Wir suchen noch einen geeigneten Standort für diese Glocke.“ erklärt Vorsitzender Sepp Wagner auf Anfrage und ist für Anregung aus der Bevölkerung offen.

Eine kleine Bronzeglocke, die über dem Zifferblatt der Kirchturmuhr hängt, durfte bleiben.

Bis zum 14. Oktober haben die Handwerker nun Zeit, das Gebälk und die Brüstung des Glockenturmes, der ein Teil der alten Stadtmauer zu Zeiten Franz von Sickingens war, auf Vordermann zu bringen. Dann soll die Glockenweihe stattfinden. Die neuen Glocken werden am 31. August im Kloster Maria Lach gegossen. Aber nicht still und heimlich, nein, sowohl die katholische Pfarrgemeinde als auch der Förderverein des Glockenturms lassen sich dieses selten Ereignis nicht entgehen und fahren jeweils mit einem Reisebus dorthin.

 

 

 










v. 24.04.2012

Von Werner Müller Schopfheim.

SCHOPFHEIM  Den Glocken von St. Bernhard schlug gestern die Stunde: Für die nächsten drei bis vier Wochen müssen sie stumm bleiben - die Sanierungsarbeiten für das betagte Läutewerk gehen in die entscheidende Phase. Für Markus Pregel und Heinz Heinemann bedeutete dies Schwerstarbeit in enger Höhe: Mit Flaschenzügen wuchteten die beiden Monteure der Ulmer Spezialfirma Hörz die tonnenschweren Glocken aus ihren Verankerungen und ließen sie vorsichtig auf den Zwischenboden im Kirchturm hinunter. Die vier Glocken sind denn auch das einzige, was in Schopfheim bleibt. Die beiden Männer montierten alles andere ab: die metallenen Klöppel, die hölzernen Joche (Glockenaufhängungen), die Läuteräder und die alten Motoren. Das geht alles ins Werk nach Ulm, wo die Einzelteile entweder überholt oder gegen neue ausgetauscht werden. Die Klöppel seien ausgeschlagen und zu hart, so die Einschätzung von Markus Pregel. Auch die Motoren und die Läuteräder müssten neuen Platz machen. Hingegen könne man die Joche wieder richten, lediglich die Lagerzapfen seien auszutauschen. Für die Demontage im Glockenstuhl veranschlagen die Monteure etwa zwei bis drei Tage. Dabei ist es echte Knochenarbeit: Die schweren Metallklöppel, Motoren und Joche müssen sie von Hand die enge Kirchturmtreppe bis zum Dachboden hinunter schleppen. Von dort befördert dann immerhin ein Lift die schweren Teile bis auf den Erdboden. "Die Motoren sind das schlimmste", stöhnt Markus Pregel. "Gute Kondition" sei schon nötig, wenn man bis zu zehn Mal am Tag den Glockenturm hinauf- und hinuntersteigen muss, meint er. Auch Schwindelfreiheit sei für den Beruf Voraussetzung - das glaubt man ohne weiteres, wenn man die beiden Monteure im Gebälk des Kirchturmes herumkraxeln sieht. Mit ihrem zeitlich befristeten Schopfheimer Arbeitsplatz sind die beiden allerdings mehr als zufrieden. Eng und staubig sei's zwar, erzählen sie, doch das sei normal. Zum Glück gebe es hier aber keinen Taubenkot. Und für die Sanierung kamen noch zwei neue Treppen samt Geländer in den Turm. Die rund 60 Jahre alten Bronzeglocken sind nach Auffassung der beiden Fachleute in guten Zustand. Das sei aber auch kein Wunder: "Glocken halten ewig", so Markus Pregel. Auch die Holzjoche seien mit Ausnahme der Lagerzapfen in Ordnung. An den hölzernen Aufhängungen hätten Glocken einen "besseren Klang" als an Jochen aus Stahl, so das Urteil der Ulmer Fachleute. Etwa drei Wochen wird es dauern, bis der Einbau der neuen Klöppel und der runderneuerten Joche erfolgt. So lange müssen die Schopfheimer auf den Klang der Glocken von St. Bernhard verzichten. Die Turmuhr läuft in der Zeit zwar weiter - doch sie bleibt ebenfalls stumm.

 

v. 24.04.2012

von André Hönig

"Himmlische Ruhe" für drei Wochen

Sanierung der Glockenanlage von St. Bernhard ist gestern eingeläutet worden/ Alle vier Glocken werden vorübergehend abgehängt.

SCHOPFHEIM. Die Stunde der Glockensanierer hat geschlagen: Mitarbeiter einer Fachfirma haben gestern damit begonnen, die Läuteanlage im Glockenturm der katholischen Kirche St. Bernhard wieder auf Vordermann zu bringen. Ein Kraftakt. Müssen doch unter anderem die mehreren hundert Kilo schweren Glocken abgebaut werden. Drei Wochen lang gibt es daher auch kein Geläut. Es ist Punkt 12 Uhr – genau jetzt sollte sich das mächtige Glockenwerk in Bewegung setzen und Schopfheim weithin hörbar verkündet, was die Stunde geschlagen hat. Doch nichts tut sich. Statt zu schwingen, verharren die vier mächtigen Glocken regungslos. Es klingt paradox, aber ausgerechnet das Verstummen der Kirchenglocken war gestern das Signal, dass die Sanierung eingeläutet ist. Ein kurzes Knacken ist das einzige Geräusch. "Das kommt von der Turmuhr, die läuft weiter", erklärt Markus Pregel (39) von der Firma Hörz aus der Nähe von Ulm, eine von nur einer Handvoll Betriebe in ganz Deutschland, die auf Turmuhren spezialisiert sind. Zusammen mit seinem Kollegen Heinz Heinemann (42) machte er sich gestern am Herzstück des Kirchturms der katholischen Kirche St. Bernhard zu schaffen. Beide sind gelernte Elektriker. Elektrisches Fachwissen ist aber offenkundig nicht die einzige Voraussetzung, die man für diesen Job mitbringen sollte. Wie Akrobaten klettern, kraxeln und balancieren die beiden auf, neben und unter den Glocken im zugigen Turm auf teils nur armbreiten Holzbalken herum. "Höhenangst sollte man keine haben", sagt Pregel augenzwinkernd. Und ach ja – fit sollte man auch sein. Warum, zeigt sich sogleich. Um mal schnell einen mannshohen Tragebalken zu holen, eilt Pregel die Stufen des Kirchturms herab – "das dritte Mal heute, das können schon zehn Mal am Tag werden". Den Balken bauchen sie für den Flaschenzug, mit denen die vier Glocken abgehängt werden. Wiegen diese doch stolze 365, 411, 715 und 1100 Kilo. Zwar sind diese an sich in Ordnung, weshalb sie auch im Turm bleiben. Pregel: "Sie sind ja auch erst rund 60 Jahre alt, es gibt Glocken, die haben 500 Jahre auf dem Buckel." Sanierungsbedürftig sind aber unter anderem die Holzjoche, an denen die Glocken hängen, die Hammerwerke und vieles mehr. All das wird abgebaut, mitgenommen, im Werk ausgebessert und runderneut zurück nach Schopfheim gebracht. Wobei manche Teile, wie die alten mechanischen Motoren, gleich durch neue elektrische Antriebe ersetzt werden. Auch bekommen die Glocken neue Klöppel.

Der Sanierungsbedarf ist, wie bereits berichtet, altersbedingt, aber nicht zuletzt auch Folge des Glockengeläuts an sich. Die Erschütterungen über die Jahre hatten sozusagen unselige Folgen für die Technik. Wäre die Kirchengemeinde untätig geblieben, hätte auf lange Sicht für die Anlage das letzte Stündlein geschlagen. So herrscht nun lediglich für eine begrenzte Zeit "himmlische Ruhe". Wenn alles wie vorgesehen läuft, kommen die Turmspezialisten in drei Wochen zurück. Und dann wird das Herz des Kirchturms auch wieder hörbar schlagen.

 

 

 

 


Schwindelfrei, aber auch gelenkig sollte man bei diesem Job sein.




Er hat den Dreh raus: Arbeiten in luftiger Höhe




Bis zu 50 kg wiegt der schwerste Klöppel




Hier wird gerade der Klöppel demontiert.



Buchloer Zeitung Nr. 135 Mittwoch, 16. Juni 2010

Uhrmacher in luftiger Höhe
Renovierte Zifferblätter äußerst sportlich montiert


Leeder
Wer meint, für das Auswechseln von Zifferblättern an einer Turmuhr in 40 Metern Höhe benötige man ein Gerüst oder einen Kran, kennt nicht die Mitarbeiter der Firma Hörz aus Ulm. Denn die erledigen eine solche Aufgabe mit „Seil und Haken" in echter Bergsteigermanier. Beobachten konnte man dies am Montag am Kirchturm in Leeder.
Die Zifferblätter und Zeiger der Turmuhr hatten im Laufe der Jahre ihren Glanz verloren und so beauftragte man die Firma Hörz mit der Restaurierung. Nachdem vor einigen Wochen gleichermaßen sportlich die Demontage erfolgt war, standen am Montag die frisch bemalten Blätter wieder bereit.
Bereit für Michael Reiser und Sven Höhne, die solch einen Auftrag allerdings auch nicht jeden Tag erledigen. Höhne führt die Reparatur von Uhren und Glockenspielen durch ganz Südbayern. Im Gegensatz zu Michael Reiser betreibt er das Klettern auch in seiner Freizeit, was ihm bei seinem Einsatz in Leeder zweifellos zugute kam.
Doch zunächst nahmen die beiden Fachleute, unterstützt von den gemeindlichen Bauhofmitarbeitern Markus Beisch und Max Linder, ihre Aufgabe von unten in Augenschein. Vor allem die Montage auf der Turm-Ostseite, die mit dem Kirchendach abschließt, versprach eine logistische Herausforderung zu werden. Zudem befindet sich hier die Uhr oberhalb der Ausstiegsöffnung. Nach intensiver Beratschlagung verschwanden alle im Inneren des Turms und man sah nur gelegentlich, wie Seile befestigt und herabgelassen werden.

Präzision und Sorgfalt

Zwei Stunden nach Arbeitsantritt kam plötzlich Bewegung ins Spiel. Sven Höhne begleitete auf der Südseite am Seil hängend das Heraufziehen des Zifferblattes. Michael Reiser hat sich inzwischen auf der Ostseite auf einem am Stahlseil geführten Sitz aufs Kirchendach abgesetzt und nimmt das frei hängende Blatt entgegen, um es auf seine Turmseite umzulenken. Dies alles mit großer Präzision und Sorgfalt, schließlich geht es ja nicht darum, die frisch renovierten Zifferblätter irgendwie, sondern eben ohne Kratzer nach oben zu bekommen.
Kurz nach der Mittagspause und somit etwa nach vier Stunden Arbeit hingen beide Blätter am vorgesehenen Ort. Es folgte die "Kür", nämlich die Montage der glänzenden goldenen Zeiger.

Erfreulich reibungslos

Sogar die Verschraubung, die man von unten wohl nur mit einem guten Fernrohr hätte erkennen können, wurde zum Abschluss noch im Originalfarbton übermalt. Es sei alles erfreulich reibungslos verlaufen, stellt Höhne am frühen Nachmittag fest. (hoe)







Südwest Presse Ulm

Artikel vom 25. März 2009



„Neue Glocken im Klanggarten“

So schreibt die Neu-Ulm Zeitung im Bericht zum Sommerfest und der Einweihung des Glockenstuhls im Altenzentrum St. Elisabeth in Senden.
Seit dem Sommerfest im Juni 2009 klingen 12 Glocken des neuen Glockenspiels der Fa. Philipp Hörz. Die Glocken spielen Lieder wie „Ode an die Freude“, „Im schönsten Wiesengrunde“, etc. zu festen Tageszeiten. „Die Glocken klingen kräftig mit schönem Nachklang“ wird uns von den Verantwortlichen gezollt. Die Lieder werden in den nächsten Wochen nicht nur die Heimbewohner, sondern auch die Kinder des gegenüber befindlichen Kinderzentrums erfreuen. Die Melodien dürften auch außerhalb des Geländes gut zu hören sein. „Nicht nur das Heim, sondern Senden ist jetzt um eine Attraktion reicher“, fand der Stadtpfarrer daher, und der Klanggarten trage dazu bei, die Lebensqualität der Senioren zu erhalten. Die Heimleiterin Anna Maria Oestreicher hat bereits beim Probelauf des Glockenspiels erfahren, wie die Bewohner auf die Neuanschaffung reagieren: „Die Leute haben sich gefreut, mitgeklatscht und mitgesungen“, berichtet sie „es hat sich gelohnt, diesen Gedanken umzusetzen.“ Finanziert wurde das Glockenspiel durch Spenden, an die Geldgeber richtete sie ihren Dank.