150 Jahre, 1862 - 2012
TURMUHREN MIT WELTRUF
06

Philipp Hörz GmbH
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Schallläden/Schalldämmung

Schallläden

Zur Verbesserung der Schallabstrahlung werden abhängig von den örtlichen Gegebenheiten Schallläden angefertigt. Hörz richtet sich bei seinen Beratungen und Angeboten nach den individuellen Anforderungen der Kirche und nach den Richtlinien des Beratungsausschusses für das deutsche Glockenwesen. Wichtig für eine gute Klangentfaltung sind Material und Konzeption. Beim Material empfiehlt sich witterungsbeständiges Holz. Bewährte Holzarten sind Weichhölzer wie Kiefer- und Lärchenholz; es kann auch Eichenholz verwendet werden. Das Holz kann unbehandelt bleiben. Die Gestaltung der Schallläden und die Holzstärken sind ebenfalls sehr wichtig. So dürfen die Schalllamellen 30mm nicht unterschreiten. Die Holzstärke der waagrechten Reflexions-Schallbretter sollte ebenfalls min. 30mm (optimal sind 35mm) betragen. Bei der Gestaltung ist insbesondere auf die örtlichen Anforderungen wie Rund- oder Spitzbogen, die Schallöffnung allgemein und auf die Denkmalschutzanforderungen zu achten. Wichtig ist auch der Abstrahlwinkel zur optimalen Beschallung der Umgebung. Dieser ist jedoch stark abhängig von den topographischen Verhältnissen. Durch gezielte Maßnahmen kann ein weicher und unaufdringlicher Klang aus dem Glockenturm erzielt werden.



Schalldämmung

Die Übertragung von Körperschall ist ein in Kirchen häufiges Phänomen. Es tritt dann verstärkt auf, wenn der Turm direkt mit der Kirche verbunden ist und der Glockenstuhl ohne jegliche Zwischenisolierung auf dem Betonboden steht. In diesen Fällen sind in der Kirche die Töne der Glocken zwar noch zu vernehmen, jedoch mit einem äußert unangenehmen Rumpeln, das vom Anschlag des Klöppels an die Glocke herrührt. Es handelt sich dabei um ein Geräusch ähnlich dem Zusammenschlagen zweier Metallkörper. Nicht selten werden dann auch die Geräusche der Rollenketten und/oder das mechanische Umschalten der Läutemaschinen in die jeweils andere Drehrichtung übertragen und als störend empfunden. Abhilfe kann dadurch wirkungsvoll geschaffen werden, indem die Fußpunkte des Glockenstuhls auf spezielle Dämpfungslager (Dämpfungsschuhe) gesetzt werden, die mit kautschukhaltigen Platten (Mafund) ausgelegt sind. Dadurch werden die Rammstöße absorbiert. Häufig genügt auch schon eine entsprechende Anbringung von Körperschallelementen unter die Glockenlager am Joch.